Kein bewusster Wille
Wenn Schopenhauer vom „Willen" spricht, meint er nicht den bewussten Entschluss eines Menschen. Er meint eine blinde, ziellose, unaufhörliche Kraft, die allem zugrunde liegt – der Natur, den Tieren, dem Menschen, der gesamten Wirklichkeit.
Der Wille hat keine Absichten. Er ist reines Streben ohne Ziel und ohne Vernunft. Er drängt, treibt, verlangt – endlos.