Friedrich Nietzsche
Nietzsche entdeckte Schopenhauer als junger Student – und war überwältigt. „Die Welt als Wille und Vorstellung" wurde für ihn zum philosophischen Erweckungserlebnis. Seine frühe Schrift „Die Geburt der Tragödie" ist ohne Schopenhauer undenkbar.
Später wandte sich Nietzsche gegen seinen Lehrer: Statt der Verneinung des Willens predigte er dessen Bejahung – den „Willen zur Macht". Doch selbst in der Abkehr blieb Schopenhauer der Bezugspunkt. Nietzsche dachte mit Schopenhauer, auch wenn er gegen ihn dachte.