Das reine Subjekt des Erkennens
Im Alltag sind wir immer Getriebene: Der Wille bestimmt, was wir bemerken, was uns interessiert, was uns gleichgültig lässt. In der ästhetischen Betrachtung geschieht etwas Außergewöhnliches: Wir hören auf, zu wollen. Wir werden zum „reinen Subjekt des Erkennens".
Vor einem großen Gemälde, in einem ergreifenden Musikstück vergessen wir für einen Moment unsere Bedürfnisse, unsere Ängste, unser Ich. Wir schauen – und sind frei.