Die Entdeckung des Ostens
Schopenhauer kam in den 1810er Jahren mit indischer Philosophie in Berührung – vor allem durch die „Oupnekhat", eine lateinische Übersetzung der Upanischaden. Er bezeichnete dieses Werk als „den Trost meines Lebens" und las darin jeden Abend vor dem Einschlafen.
Dabei entwickelte er nicht etwa seine Philosophie aus dem Buddhismus heraus. Vielmehr stellte er fest, dass er unabhängig zu ähnlichen Einsichten gelangt war – durch die Analyse westlicher Philosophie, insbesondere Kants.