Glück als Abwesenheit von Leid
Für Schopenhauer ist Glück kein positiver Zustand, den man anstreben kann. Es ist die vorübergehende Abwesenheit von Schmerz. Diese Einsicht klingt ernüchternd, hat aber eine befreiende Seite: Wer aufhört, dem großen Glück nachzujagen, kann anfangen, die kleinen Momente der Schmerzlosigkeit zu schätzen.
Gesundheit, ein ruhiger Abend, ein gutes Buch – das sind für Schopenhauer keine minderwertigen Freuden, sondern die einzig realen. Sie fallen uns nur deshalb nicht auf, weil wir gelernt haben, nach Größerem zu greifen.