Warum wir leiden
Für Schopenhauer liegt die Ursache des Leidens nicht in den Umständen, sondern in der Struktur des Willens. Der Wille will immer – und kann nie dauerhaft befriedigt werden. Jedes erfüllte Begehren erzeugt ein neues; jede Befriedigung ist nur die kurze Pause vor dem nächsten Mangel.
Das erklärt, warum selbst Menschen, die objektiv alles haben, nicht glücklich sind: Das Problem liegt nicht im Fehlen bestimmter Dinge, sondern in der Natur des Begehrens selbst. Wer eine Million verdient, will zwei. Wer berühmt wird, fürchtet den Verlust des Ruhms. Die Spirale hat kein Ende.
