Leben

Schopenhauer in Frankfurt am Main

Frankfurt war ab 1833 Schopenhauers gewählte Heimat - eine freie Stadt, in der er als Privatgelehrter ungestört arbeiten konnte.

Stilisierte historische Stadtsilhouette Frankfurts am Main.
Frankfurt am Main, Schopenhauers letzter Wohnort.

Warum Frankfurt

Schopenhauer schätzte Frankfurt aus mehreren Gründen: die politische Eigenständigkeit der Freien Stadt, gute Ärzte, ein gutes Theater, ein gepflegtes Englisch-Lesekabinett und einen funktionierenden Buchhandel.

Frankfurt erlaubte ihm eine bürgerliche Lebensform ohne akademische Verpflichtungen und ohne den höfischen Betrieb anderer deutscher Städte.

Tagesablauf

Sein Alltag verlief streng geregelt: Morgens Arbeit am Schreibtisch, mittags Essen im Hôtel d'Angleterre, nachmittags Spaziergang mit seinem Pudel, abends Lektüre, Flötenspiel und Konzert- oder Theaterbesuch.

Diese Routine schützte die Konzentration und schuf den Rahmen, in dem Parerga und Paralipomena entstanden.

Spätes Wirken

Ab 1851 mehrten sich Besuche, Anfragen, Briefwechsel. Schopenhauer wurde zur Frankfurter Lokalberühmtheit und zugleich zur europäischen Figur. Sein Grab befindet sich auf dem Frankfurter Hauptfriedhof.

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