Übernahme: Transzendentale Ästhetik
Schopenhauer übernimmt von Kant: Raum, Zeit und Kausalität sind Bedingungen unserer Erkenntnis. Die Welt der Erscheinungen ist nicht die Welt an sich.
Diese Lehre nennt er den wichtigsten Beitrag Kants - und macht sie zur Grundlage seines eigenen ersten Buches.
Bruch: Das Ding an sich
Bei Kant bleibt das Ding an sich unerkennbar. Schopenhauer setzt hier seine zentrale These ein: Wir kennen wenigstens uns selbst von innen, als Willen - und identifiziert das Ding an sich mit dem Willen.
Diese Identifikation ist Schopenhauers eigentlicher philosophischer Schritt jenseits Kants. Sie ist bis heute umstritten.
Bruch: Ethik
Während Kant Ethik auf Pflicht und Vernunft baut, gründet Schopenhauer sie im Mitleid.
Diese Kritik formuliert er ausführlich in Über die Grundlage der Moral.
Bruch: Kategorien
Kant kennt zwölf Kategorien des Verstandes. Schopenhauer reduziert sie auf eine: Kausalität. Die übrigen seien überflüssige Konstruktionen.
